Die Wahl des richtigen Bohrers

Um optimale Haltewerte zu erreichen, müssen Bohrer verwendet werden, die die Prüfmarke der Prüfgemeinschaft Mauerbohrer besitzen. Außerdem ist das Bohrloch nach dem Bohren gründlich zu reinigen. Folgende Bohrverfahren werden für die unterschiedlichsten Baustoffe verwendet:

  Drehbohren:
Abtragen des Materials durch Rotation und spiralförmige Schneide. Keine Zerstörung des Baustoffes.
Bohren mit normaler Bohrmaschine und ohne Schlag in Porenbeton, Lochstein und Wandbauplatten, damit Baustoffstege nicht ausbrechen und das Bohrloch nicht zu groß wird, z. B. geeignet für Plattenbaustoffe, Steine mit porigem Gefüge (Poren- oder Bimsbeton) oder Lochstein.
     
  Schlagbohren:
Material wird beim Schlag zertrümmert und mit dem Wendel aus dem Bohrloch befördert.
Bohren mit Schlagbohrmaschine unter leichten Schlägen für Untergründe aus Vollstein mit dichtem Gefüge (Vollziegel oder Kalksandvollstein) und eher weichen Materialien. Dabei wird der Bohrer durch viele leichte Schläge der Maschine vorwärtsgetrieben.
     
  Hammerbohren:
Der Bohrhammer arbeitet mit weniger, dafür aber wesentlich kräftigeren Schlägen. Das Hammerwerk leistet die Hauptarbeit.

Bohren mit Bohrhammer unter harten Schlägen und großem Bohrfortschritt, für Bohrungen an die eine hohe Bohrqualität gestellt wird. Geeignet für Untergründe aus Vollstein mit dichtem Gefüge, z. B. für Beton oder Naturstein, etc.

     

TOX-Praxistipp:

Gehörschutz
Bei der Arbeit mit Elektrowerkzeugen kann es trotz der vorgeschriebenen Lärmhöchstgrenze laut werden. Deshalb ist ein geeigneter Gehörschutz bei regelmäßigen Arbeiten mit den Geräten unumgänglich.

Es gibt dabei drei Arten von Lärmschutz am Arbeitsplatz:

  • Ohrstöpsel
  • Kapselgehörschutz (kopfhörerähnlich)
  • Otoplastiken (individuell gefertigter Gehörschutzstöpsel aus Acryl oder Silikon)