Ob Sie es mit einem festen oder weicheren Baustoff, einem massiven oder einem Hohlkammerstein zu tun haben, merken Sie spätestens, wenn Sie das Dübelloch bohren.

Wissen Sie nicht, aus welchem Baustoff die Wand besteht, sollten Sie die Bohrmaschine zunächst im Drehgang laufen lassen. Das Schlagwerk nur dann zu schalten, wenn Sie keinen Fortschritt erzielen. Bei Lochsteinen besteht die Gefahr, dass durchs Schlagbohren die Stege weg brechen.

Geht der Bohrer im Drehgang rein "wie Butter", können Sie von einem weichen Baustoff ausgehen. Rutscht er plötzlich ins Leere und trifft dann noch mal auf Widerstand, handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um einen Lochbaustoff.

Die Analyse des Bohrmehls gibt weitere Hinweise: Ist es rot, hat man es meist mit einer Ziegelwand zu tun, Weiß deutet auf Kalksandstein hin, während Grau auf Beton schließen lässt.

Zum Bohren von Beton setzt man am besten einen Bohrhammer ein, der mit wesentlich höherer Schlagenergie arbeitet (Bilder 1 bis 3).

Das Dübelloch exakt rechtwinklig zum Mauerwerk bohren und immer etwas tiefer als nötig. 10 mm Sicherheits-Reserve werden empfohlen - für den Fall, daß trotz sorgfältiger Säuberung Bohrmehl im Dübelloch verbleibt.


 
 
Baustoffe mit porigem Gefüge und Platten lassen sich im Drehgang bohren. Die spiralförmige Schneide des Bohrers reicht aus, um das Material abzutragen.
   
 
 
Mit Schlag bohrt man Baustoffe mit dichtem Gefüge. Dabei wird der Bohrer durch viele leichte Schläge der Maschine vorwärtsgetrieben.
   
 
 
Der Bohrhammer arbeitet mit weniger, dafür aber wesentlich kräftigeren Schlägen, für Beton.
   

Rechtwinklig zum Mauerwerk bohren und die Richtung nicht verändern. In Beton und Vollmauerwerk (Vollziegel) Schlag- oder Hammerbohren. Der Unterschied liegt in der Schlagintensität. In Hohlmauerwerk, weichem Leichtmauerwerk und Wandbauplatten ohne Schlagbohren, damit die Bohrungen nicht zu groß werden oder die Baustoffstege nicht ausbrechen.

Bohrmehl entfernen.
Dübel-Ø = Bohrloch-Ø bei Kunststoffdübeln. Zu groß geratene Bohrlöcher lassen den Dübel ggf. beim Eindrehen der Schraube mitdrehen, wodurch kaum Haltewerte erreicht werden.

Mindest-Bohrlochtiefe = Dübellänge + 10 mm Reserve,
bei Vorsteckmontagen (Standarddübel).
Mindest-Bohrlochtiefe = Verankerungstiefe + maximale Auflagendicke + 10 mm Reserve
bei Durchsteckmontage (Langdübel).