Der erste Dübel hielt sich Jahrhunderte in ein und derselben Ausprägung: Es handelte sich um ein konisch geformtes Stück Holz, das man in das aufgestemmte Mauerwerk eingemörtelt wurde.

Die Urform der Dübel-Technik wurde weiterentwickelt, nachdem man gelernt hatte, mittels Handschlagbohrer runde Löcher in massives Mauerwerk zu treiben. Diese wurden dann meist mit Faserstoffen wie Flachs und Hanf gefüllt. Beim Eindrehen einer Schraube wurden die Fasern gegen die Bohrlochwandung gepresst und übertrugen durch Reibung die Ihnen auferlegten Kräfte - damit war quasi der erste Spreizdübel geboren. Der später maschinell hergestellte Faserdübel trug eine Blechummantelung. Während der Kriegszeit wurden auf Grund des Rohstoffmangels (Naturfasern und Metalle wurden der Rüstung zugeführt) bereits erste Versuche mit Kunststoffen zur Dübelfertigung durchgeführt. Ende der 50er Jahre wurde der Faserdübel vom noch heute gängigen Kunststoff-Spreizdübel abgelöst.

Heute konzentriert sich die Dübelfertigung auf die Verwendung von Polyethylen und Polyamid im Kunststoffbereich bzw. auf Polyester und Vinylester bei Klebeankern und Klebemörteln. Der überwiegende Teil der Metalldübel wird aus verzinktem Stahl gefertigt. Zur Verbesserung des Korrosionsschutzes werden jedoch immer häufiger auch verschiedene Edelstähle eingesetzt bzw. sind sogar zwingend vorgeschrieben.