Die Grundlage des Dübelns

Ein Dübel ist ein in der Verbindungstechnik gebrauchtes Bauteil, das bei Werkstoffen zur Anwendung kommt, in die sich eine Schraube nicht direkt eindrehen lässt. Beim Schraubdübel wird eine Verbindung mittels einer Schraube hergestellt, während der Holzdübel, vergleichbar mit einem Nagel, die Verbindung selbst bildet.

Vor der Verwendung der ersten Schraubdübel wurden beim Bau von Wänden Löcher gelassen oder zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Meißel eingeschlagen. In diese Löcher wurde ein Holzstück eingegipst oder mit Mörtel eingebunden. Anschließend konnte in dieses Holzstück eine Schraube eingedreht werden. Eine Alternative zu dieser Methode bestand darin, ein abgespaltenes Holzstück mit einem Hammer in ein Bohrloch einzuschlagen. Mit der eingedrehten Schraube konnte dieses Stück Holz gespreizt und zusätzlich noch verpresst werden.

Der erste industriell gefertigte Spreizdübel wurde 1910 in England hergestellt. Dieser Dübel bestand aus einer Hanfschnur und einer Art Klebstoff aus Tierblut.

In Deutschland wurde 1926 der erste industriell gefertigte Spreizdübel, mit verpresster Hanfschnur, geliefert.

Der Dübel von heute wird aus Kunststoff oder Metall oder auch aus beidem gefertigt. Er ist in vielen Bauformen für die unterschiedlichsten Arten von Wänden, Decken und Böden (Baustoffe) erhältlich.

Die richtige Dübelwahl hängt vom jeweiligen Baustoff und der zu montierenden Last ab! Um das optimale Befestigungssystem für Ihr Projekt zu finden, müssen Sie sich zuerst mit folgenden Punkten auseinandersetzen:

  • Welcher Baustoff wurde verwendet?
  • Wie bohrt man richtig?
  • Wo erfolgt die richtige Montage?
  • Wie funktioniert ein Dübel?

Der nachfolgende Anwendungsratgeber soll Ihnen die Beantwortung dieser Punkte erleichtern.